Zombie Run

Am 12. Oktober fand in Hamburg ein sogenannter Zombierun statt, zudem man sich als Läufer oder als Zombie anmelden konnte. Als Läufer ist das Ziel den 5km langen Parcour zu überleben, während die Zombies auf der Strecke versuchen den Läufern ihre „Lebensbändchen“ zu klauen.

Zombierun Hamburg 12.10.2014

Im Ticketpreis enthalten war ein „Professionelles Make-Up“ für die Zombies. So jedenfalls stand es auf der Website. Als ich morgens bei der Veranstaltungslokations ankam (und nach 45min. Warten beim Einlass) die ersten Zombie zu Gesicht bekam, dacht ich mir, ich werd nicht mehr. „Zombies“ mit billigem weißem Gesicht und nen bisschen (rosa-werdenen) Kunstblut. Dagegen liefen auch einige wenige äußerst professionelle Zombies umher. Die waren die sogenannten „Hero-Zombies“, welche für PR Zwecke schick gemacht wurden. In diesem Punkt muss ich wirklich Kritik üben, denn so wurde dem zahlenden Kunden vorgegaukelt für den stolzen Eintrittspreis von fast 40€ ein top Make-Up zu erhalten. Pustekuchen. Nachdem man im „Zombie-Tranformationscenter“ wieder ca. 45min warten musste, wurden innerhalb von 1-2 Minuten weiße Farbe, bisschen Grau, Kunstblut und eine Tinktur für Gelb-Schwarze Zähne aufgetragen. Ebenfalls sei erwähnt, dass sie Schminkschwämmchen nicht nach dem 30. Kunden gewaschen oder ausgetauscht wurden. Lecker.

Zombierun Hamburg 12.10.2014
Dank Photoshop konnte ich das Zombie-MakeUp wenigigstens nachträglich retten

Ich hatte mich für den ersten Run von 11-13U hr angemeldet. Mit einiger Verzögerung gings dann auch los. In kleineren Zombiegruppen wurden wie von der Orga erstmal um den halben Platz geführt, bis wir unsere vorgeschriebene Position gefunden hatten. Später bemerkte ich, dass es nur wenige Schritte vom Ziel entfernt war, welches man wesentlich schneller erreichen können, als über den ganzen Platz zu laufen. Problematisch war an diese Stelle leider auch, dass die Läufer so kurz vom Ziel keine Kraft und auch keine Leben mehr hatten. Das heißt die Zombies hatten wenig zu tun. Die Läufer sind meist mit erhobenen Hände vorbei gegangen, mit den Worten „Ich hab nix mehr“.

Die Stimmung war durchweg bei Zombies und Runnern entweder sehr locker (man kam auch dem Lachen kaum heraus) oder verbissen/angespannt (die, die es wirklich wissen wollten). Als Zombie war es teils schwer ernst zu bleiben, wenn z.B. von Runnern die gerade den eiskalten See durchqueren musste, Kreischen und wütende Flüche zu hören waren.

Sehr ärgerlich für die Läufer, die am späten Nachmittag gestartet waren, gab es zum Schluss keine Medaillen mehr. Außerdem gab es nur eine Art von Medaille, obwohl im Vorfeld unterschiedliche Varianten angekündig worden waren. Je einen für Survivor und Infected. Schweißbänder die ebenfalls im Ticketpreis vorhanden waren, gab es zum Schluss auch nicht mehr. Jedoch wurde es mir freundlicherweise eine Woche später per Post zugeschickt.